Hier nun die Topps und Flopps zur
Ausrüstung
Mountainbike
Wenn ich jetzt sagen würde, dass ich hier einen Versuch gewagt habe, wäre es vielleicht etwas übertrieben aber: Das Mountainbike ist wegen des teilweise doch deutlichen Leichtbaus nicht unbedingt das typische Transalp Rad.
So ist doch das ein oder andere Teil verbaut, dass eine Gewichtsbeschränkung auf 75 kg hat (Pedale zB jedenfalls).
Hier kann ich sagen: Topp!
Ich hätte es selber nie für möglich gehalten aber das Rad hat ohne ein einziges technisches Problem durchgehalten. Ich habe nicht einmal Luft nachgepumpt - 7 Tagen einfach nur fahren.
Und das wie erwähnt vor dem Hintergrund, dass es Leichtbauteile sind und ich sicherlich nicht so ganz vorsichtigt damit umgegangen bin. Einzige Vorsichtsmaßnahmen waren knapp 2,0 Bar Luftdruck, bei spitzen Steinen mit den Reifenflanken aufpassen und bei langen Abfahren der Bremse hin und wieder Zeit zum Abkühlen geben.
Ich würde einem leichten Rad auf so einer Tour jedenfalls einem schwereren mit mehr Federweg den Vorzug geben. Ob vollgefedert oder nicht ist Geschmackssache. Es gibt nur wenige Abfahrten, auf denen die Vollfederungen mehr Sicherheit bringt. Die meiste Zeit verliert man durch das (wenn auch geringe) Einfedern bzw. Mehrgewicht Kraft.
Auch bei den Reifen ist Leichtbau kein Problem. Ich war mit den Schwalbe Racing Ralph in der Liteskin Variante unterwegs. Mit etwas unter 500g ist der Reifen schon an der unteren Kante was das Gewicht angeht.
->> Topp
Überhaupt sind die Laufräder mit 1531g relativ leicht. Ursprünglich war das Rad einmal ein LBNTS (Leichtbau muss nicht teuer sein) Projekt, durch die XTR Teile habe ich das zwar etwas aufgeweicht aber 1531g sind für Standard Laufräder, die unter 300 Euro gekostet habe (Selbstbau) recht wenig.
->> Topp
Auch die Bremsscheiben fallen eher in die Kategorie "nett zum anzusehen aber nicht fahrbar". Auf 180mm Durchmesser haben sie lediglich 95g. Dank Titanschrauben bleibt die Scheibe mit Schrauben bei ziemlich genau 100g.
->> Topp
Federgabel SID XX. Ich hatte zuvor keine Federgabel, die blockierbar war, finde es aber auf Anstiegen sehr angenehm die Gabel blockieren zu können. Wie ich jetzt bei der ersten Abfahrt nach der Transalp festgestellt habe, funktioniert die Blockierung nicht mehr richtig. Vielleicht ist da durch die ruppigen Abfahrten doch etwas undicht geworden. Das muss ich mir noch einmal angesehen.
Sonst aber Topp bei nur 1476 g Gewicht
Der Rahmen ist mit 1100g nach heutiger Definition nicht extrem leicht aber schon eher als empfindlich anzusehen. Ich habe ihn nicht geschont, fahre keine Schutzfolien aber bis auf ein paar leichte Steinschläge schaut er super aus
->> Topp
Früher bin ich AVID XX Bremsen gefahren (weil es sich günstig gab und sie sehr leicht waren). Nachdem sie nach jedem Winter entlüftet werden musste, habe ich sie nach dem 3 Winter durch XTR Bremsen ersetzt und habe seit dem keine Probleme mehr. Kann Shimano daher nur empfehlen. Schwachstelle sind sicherlich die Bremssscheiben (siehe oben), die noch dazu mEn die Beläge recht schnell auffressen durch die vielen Kanten. Die Beläge waren daher auch das einzige Verschleißteil, das ich nach der Transalp ersetzen musste.
Jeweils
alter und neuer Belag daneben:
Sonst hat sichtbar eigentlich nur der linke
Kurbelarm durch Steinschlag gelitten:
Wenn man bedenkt, dass es Carbon ist aber auch nur ein Lackabplatzer.
Hier noch einmal der LINK zum Post, in dem ich das Rad vorstelle mit Teileliste
Magura
Vyron Sattelstütze
Eine
absenkbare Sattelstütze finde ich etwas sinnvoll, da sie doch auf den steileren
Passagen deutlich zum sicheren Fahren beiträgt. Ob nun die Magura oder einen
andere ist egal. Die Magura hat jedenfalls den Vorteil, dass man sie daheim für
die bekannten Strecken wieder gegen eine starre Stütze austauschen kann. 615g
sind doch einiges an Gewicht. Nur der Sattel und die Sattelstütze, die ich für
die Transalp verwendet habe, machen mein Rad 500 g schwerer!
Nach rd. 600 km im Gelände kann ich an der Stütze keine Abnützung erkennen. Sie hat nicht mehr Spiel als sie zuvor hatte und sowohl das Absenken als auch das Anheben funktioniert tadellos. Da die Stütze eine Stromsparfunktion hat, muss man sie in der Früh immer einmal aktivieren damit sie die Verbindung aufbaut. Solang sich das Rad bewegt bleibt sie dann aktiv und man kann beliebig sofort absenken und wieder nach oben fahren.
Daher für
eine absenkbare Sattelstütze eine klare Empfehlung ->> Topp.
Bekleidung
Was sollte
man mitnehmen? Nach meiner Erfahrung ist kurze Bekleidung im Sommer
ausreichend. Wenn man dann nur Armlinge und Beinlinge dabei hat und vielleicht
ein langes Trikot, kann man zusammen mit der Regenjacke sich ausreichend warm
anziehen. Da hatte ich es mit Thermotrikot und Regenhose etwas zu gut gemeint.
Schuhe
Meine
größte Sorge vor der Tour war im Nachhinein völlig unbegründet. Auch nach Ende
der Tour (es war wie gesagt von oben bis auf den ersten Tag und ein Gewitter
zum Ende hin eher trocken) kann ich nur empfehlen normale Mountainbike Schuhe
zu nehmen. Die Trage-/Schiebestrecken sind so kurz, dass sich spezielle Schuhe
einfach nicht lohnen. Die Nachteile (weiche Sohle, zu warm), die man sich damit
mit erkauft sind mEn zu groß.
Ich würde nicht
unbedingt Schuhe mit einer empfindlichen Carbonsohle empfehlen denn meine
Sohlen haben doch etwas gelitten.
Ansonsten
bieten die Spikes des Race Schuhe sicherlich mehr Vorteile als eine weiche
Gummisohle eines Touren Schuhs. Wenn man nicht ohnehin immer mit Tourenschuhe
fährt - extra kaufen würde ich sie nicht.
Navigation
Vergesst
diese teuren Navigon Lösungen. Ich bin voll und ganz von wahoo überzeugt. Noch
nie war ich was Navigation angeht so entspannt unterwegs wie dieses Mal. Kein
einziges Mal habe ich mich verfahren. Deswegen gibt es hier LINK noch einen
separaten Eintrag zum ELEMNT.
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