Hier nun wie angekündigt ein paar Hinweise zur Planung, Training, Route, Gepäck und Übernachtungen.
Planung
Da ich mich erst recht kurz vor dem Start entschieden habe eine Transalp zu fahren, ist meine Planungsphase recht kurz gewesen. MEn aber auch kein Problem denn mehr als Hotels und ggf. einen Gepäcktransport und die Rückreise muss man nicht vorher organisieren. Wenn man dieses Route fährt sind die Etappenziel klar - da gibt es also nicht nicht viel zu planen. Zur Routenplanung siehe nachfolgend.
Training
Auch das habe ich wieder nicht zu sehr erwähnt aber ich habe mich überhaupt nicht speziell auf die Transalp vorbereitet. Außer Radfahren mache ich nicht wirklich Sport. Und da das im Winter (zumindest mir) keinen Spaß macht, beginnen ich mit dem "Training" jedes Jahr im Frühjahr aufs Neue Kondition,... aufzubauen nach mehreren Monaten ohne Sport. Ich glaube, dass ich keine so schlechte Grundkondition habe - von Topfit bin ich jedenfalls aber auch einiges entfernt.
So bin ich bin zur Transalp (von ein paar Fahrten durch Wien abgesehen) lediglich 310 km mit dem Mountainbike und 354 km mit dem Rennrad unterwegs gewesen.
Im Vergleich zu meinen Rennradreisen, bei denen ich nach jeder Etappe wirklich erschöpft bin und manchmal das Gefühl habe nicht mehr stehen zu können, war die Transalp doch eher entspannt. Klar waren die 2.000 Höhenmeter am Stück von Grosio nach Ponte di Legno am 5. Tag anstrengend - aber bestenfalls mit den eher kürzeren Etappen meiner Rennradreisen vergleichbar. Wenn ich zurück denke an die 2. Etappe im letzten Jahr durch Portugal, wo es bei rd. 40 Grad 150km auf und ab (in Summe 2.000 Höhenmeter) ging oder die 180 km an der Cote d'Azur entlang, war die Transalp jetzt recht easy.
Ich muss an dieser Stelle dazu sagen, dass mir Höhenmeter nicht so viel ausmachen und meine Abendrunden immer auf 45 km ca. 900 Höhenmeter haben. Wenn man eher aus dem Flachland stammt und kaum Höhenmeter fährt, dann ist es auf einer Transalp wahrscheinlich eine anderen Herausforderung als wenn man regelmäßig Höhenmeter auf seinen Touren hat.
Route
Da habe ich es mir einfach gemacht. Ich habe wie schon zu Beginn des Blog erwähnt hier: http://www.transalp.info/albrecht-route/v2 die gpx-Daten, die man auf sein Navi aufspielen kann gekauft und bin die Route nachgefahren.
Ich kann diese Art der Routenplanung auch nur empfehlen. Es gibt wahrscheinlich 10.000 Möglichkeiten woanders zu fahren - vielleicht aber dann auch viel zu tragen/schieben. Bis auf sehr kurze Passagen, die nicht fahrbar sind (je nach Wetter wahrscheinlich mehr), ist alles gut befahrbar. Ich habe mich kein einziges Mal verfahren - was aber nicht nur an der Route selber sondern v.a. an dem genialen wahoo ELEMNT bolt liegt (siehe hierzu Beitrag Navigation). Wenn man vorher noch keine Transalp gefahren ist und nicht primär auf Freeride Abfahren aus ist sondern auf mit einem "normalen" Mountainbike befahrbare Wege, ist diese Route optimal. Wie schon im Post zum "Alleine Fahren" geschildert, eignet sich die Route auch sehr gut wenn man allein unterwegs ist.
Daher für die Albrecht Route an sich ein "Topp"
Was ich eher nicht empfehlen kann sind die Variante. Es war keine dabei, bei der ich sagen würde, dass es sich gelohnt hat, dafür aber einige, über die ich mich geärgert habe. Die also besser auslassen (zumindest die, die ich gefahren bin).
Die sind daher eher ein "Flopp"
Gepäck
Ich habe mich ja für die gemütliche Variante entschieden und mein Gepäck transportieren lassen. Das hat auch wirklich sehr gut funktioniert. Daher für den Gepäcktransport mit www.bikeshuttle.it ein "Topp".
Ich für mich würde nächstes Mal wahrscheinlich aber einen größeren Rucksack kaufen und die paar Sachen, die man am Abend trägt in den Rucksack geben. Da ich ohnehin immer die Schlechtwetterbekleidung dabei hatte + 3 Liter Wasser, hatte mein Rucksack auch so schon locker über 6 kg. Da wären jetzt weitere 2 kg auch nicht dramatisch gewesen. Dann hätte ich zwar kein Tablet und keine 4 Hosen/Trikots mitnehmen können, gegangen wäre es aber auch gut.
Da die Hotels auf der Route alle auf Mountainbiker eingestellt sind, gibt es fast überall einen Wäscheservice entweder kostenlos oder für ein paar Euro und man hat am nächsten Morgen gewaschene Wäsche. Da die Orte alle klein sind, kann man am Abend ohnehin nicht viel herum spazieren, dass man ein 2. paar Schuhe braucht.
Aber auch hier wieder der Hinweis, dass ich bei perfektem Wetter unterwegs war. Wenn man komplett nasse Schuhe vom Tag hat, kann man die nicht am Abend wieder nutzen.
Übernachtungen
Diese waren in Grund, dass ich fast eine Guided bzw. Selfguided Tour von einem der vielen Transalp Anbieter gebucht hätte. Ich habe dann einfach (alle) Übernachtungen über booking.com gebucht. Auch wenn die Hotels es nicht besonders mögen wenn man so bucht - es geht einfach sehr schnell und man hat sofort eine Bestätigung. Ich habe im Schnitt für Einzelzimmer mit Frühstück für Hotels, die zumindest eine Bewertung von 8,5 hatten, 70 EUR gezahlt. Wenn man das mit den über 1.000 Euro, die man für eine Tour bei einem Veranstalter zahlt vergleicht, spart man hier über 500 EUR und hat tendenziell bessere Hotels. Selbst wenn man noch 220 Euro für Gepäcktransport und Rückreise noch dazu rechnet, steigt man noch immer deutlich billiger aus. In einem Doppelzimmer könnte man noch einmal mehr sparen - wenn man nicht alleine unterwegs ist.
Besonders empfehlenswert fand ich das Hotel Yscala in Ischgl (http://www.yscla.at/) kostenloser Wäscheservice, ein kostenloses Upgrade auf ein größeres Zimmer und ein sehr gutes Frühstück.
Ich habe alle Hotels erst etwas über eine Woche vor der Reise gebucht und hatte trotz Urlaubszeit kein Problem ein Zimmer zu bekommen. Also auch wenn man sich kurz dazu entschließt eher unproblematisch.
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